Das Neuarrogante Institut für Wirtschaft und Gesellschaft [NAIWG] veröffentlicht das Subalternen – Wirtschafts – Barometer für Deutschland. Überflüssige Bereiche der Gesellschaft, die sich nicht entsprechend auf dem Markt positionieren können wie Bildung, soziale Sicherheit oder Kultur erfordern härteren marktwirtschaftlichen Wettbewerb, Gewinnoptimierung, Kostenreduzierung und Produktivitätssteigerung in der deutschen Wirtschaft. Die Einschätzungen und Prognosen liegen in diesem Dokument vor. PDF
DNA gründet zum 1. Mai 2008 das Neuarrogante Institut für Wirtschaft und Gesellschaft (NAIWG), und erklärt alle daran beteiligten zu Experten für subalterne Subsistenzwirtschaft.
Die altunterlegene Rolle der nicht-Leistungsträger und underperformer in der Gesellschaft ist im Diskurs der Wirtschaftselite nicht vertreten. Das NAIWG wird das ändern. Mit unreflektierter Selbstverständlichkeit wird das Institut Richtlinien für wirtschaftspolitische Entscheidungen veröffentlichen, die der Perspektive der Menschen entsprechen, die mit ihrem Beruf noch etwas anders verbindet, als die Notwendigkeit zum Geld verdienen. Das NAIWG wird Beiträge zum Thema Wirtschaft leisten, die den Diskurs um Wachstum, Konjunktur und Wettbewerb auf die Dinge zurückführen, um die es eigentlich geht. Menschen Wirtschaften um ihre technischen, ökologischen und sozialen Ansprüche umsetzen zu können und nicht, um davon weit entfernte Gewinnerwartungen zu erfüllen. Den Rest des Beitrags lesen »
Milchbauern in Sachsen-Anhalt wehren sich gegen zu niedrige Milchpreise. In einer Protestaktion verschenkten sie 10.000 Stück Butter vor Billig-Supermärkten.
Aldi, Lidl und Rewe setzen ihre Milcheinkaufspreise so weit herab, dass die Milchbauern nicht mehr kostendeckend produzieren können. Nach den ‘Gesetzen’ des Marktes ist der Fall simpel. Es gibt genügend Milch auf dem Markt, sie kann aus dem Ausland immer importiert werden und Vorräte sind genügend vorhanden. Das heißt, das Angebot ist größer als die Nachfrage und die Preise fallen. Sie sind so weit gefallen, dass es die Bauern in Existenznot treibt. Die Milchbauern haben sich dagegen gewehrt und obwohl sie die marktwirtschaftlich schwächeren sind, Butter an Tafeln, soziale Einrichtungen und Passanten verschenkt. Sie haben mit allen ‘Konventionen’ des Marktes gebrochen. Dieser Mut ist beeindruckend. DNA beklatscht die neuarrogante Protestaktion der Milchbauern. Den Rest des Beitrags lesen »
Die Bundesbank schlägt die Rente ab 68,5 vor und Professor Hans- Werner Sinn stimmt dem zu. DNAbeklatscht diesen altarroganten Beschluss und hat auch eine Antwort für alle, die sich fragen: “Wie soll das funktionieren?” Diese Art Fragen beantworten die Wirtschaftsweisen aus zeitgründen leider immer zu selten.
DNA stellt täglich im Gespräch mit verschiedenen Homo ÖkonomikusInnen fest, dass es in Deutschland Unstimmigkeiten in Bezug auf soziale Sicherheit, Preisstabilität und Lohnniveau gibt. Die erklärten Wirtschaftsweisen unseres Landes studieren in ihren Instituten die Situation und entwerfen politische Handlungsstrategien. Das ist mit der Frage nach einem Renteneinstiegsalter geschehen.
DNA zu Sascha Lobos und Holm Friebes Buch/Konzept/Beobachtung/Idee:
Wir nennen es Arbeit. Die digitale Boheme oder: Intelligentes Leben jenseits der Festanstellung
‘Kreativwirtschaft‘ - bereits der Begriff vereint arrogant zwei Konzepte, die sich traditionell gegenseitig ausschließen. Kreativität ist intuitive Schöpfung, die nicht zielgerichtet ist, sondern Neues schaffen will, und so zu Heterogenität führt. Wirtschaft ist rational, gewinnorientiert und berechnend, pragmatisch statt naiv und experimental.
Gefürchtet wird die Dystopie einer Wirtschaftsgesellschaft, weil Wachstum, Massenhaftigkeit und Leistung zu kultureller Homogenisierung, etwa der McDonaldisierung, Umweltzerstörung und sozialer Ungerechtigkeit führt. Das sind die beiden Eckpfeiler, welche von der „Kreativwirtschaft“ unter ein Dach gebracht werden sollen. Wie soll das gehen? Dazu müssen mehr oder weniger real vorhandene Vorurteile arrogant ignoriert werden, um die berühmte Lücke zu finden. Die Lücke zwischen kapitalistischer Wirtschaft und kreativer Freiheit heißt: Digitale Bohème.
Süddeutsche Zeitung vom 7. April in der Rubrik: Geld
Alexander Dibelius ist Deutschland-Chef von Goldman Sachs und hat etwas, was Josef Ackermann bereits verloren hat. Er glaubt noch an die Selbstheilungskräfte von Märkten. Während Herr Ackermann, wie berichtet, an diesen zweifelt, ist sich Herr Dibelius sicher: „Ich glaube nach wie vor an die Selbstheilungskräfte von Märkten. Doch gerade in der sozialen Marktwirtschaft gehört auch der Staat als einer von mehreren Spielern zum Marktgeschehen.“ (Interview: Süddeutsche Zeitung Nr. 81 Seite 24) Der Staat verdient, wenn es gut läuft und zahlt, wenn es schlecht läuft. Eine klassische Gewinn- und Verlustbeteiligung, währe da nicht die Sache mit den Steuergeldern, die im Interesse der Steuerzahler ausgegeben werden müssten. Den Rest des Beitrags lesen »
Inflationszahlen, Wirtschaftsprognosen, Arbeitslosenzahlen, Leitzinsen, Wirtschaftspolitik, Steuerskandale und andere Phänomene unserer Tage haben immer wenig mit der eigenen, realen Lebenssituation zu tun. Diese Einstellung entlastet den Einzelnen so lange, bis er selbst zum Betroffenen wird. Wie sieht so ein Betroffen-sein aus?
Bei solchen besondern Fragen an die Gesellschaft lohnt oft ein Blick über die eigene Situation hinaus. Zum Beispiel in ein anderes Land. Derartige gedankliche Zeitreisen ermöglichen einen Blick auf die eigene mögliche Zukunft. DNA reiste gedanklich an den Ort, der als Ursache der gefürchteten Kreditkrise gilt: In die USA.
Dieses Video wird auf youtube sehr strittig diskutiert. Den Zusammenhang zwischen der Immobilienkrise und der Zeltstadt kann DNA nicht überprüfen! Die Aussage über soziale Verhältnisse in den USA in Bezug auf Armut und soziale Sicherheit bleibt dennoch bestehen. [vielen Dank an mission4him]
Der ifo Geschäftsklimaindex ist um 0,7 Punkte gestiegen. Von 104,1 auf 104,8 Punkte, von denen niemand weiß, woher sie kommen. Das stimmt natürlich nicht, Herr Sinn und seine Mitarbeiter liefern auf ihrer Internetseite die nötigen Informationen. Sowohl über Herrn Sinn, als auch über das ifo-Institut wird viel und kontrovers berichtet.
Im Prinzip ist das mit dem ifo Indexist ganz einfach. Monatlich werden 7000 Unternehmen aus Industrie, Bau, Großhandel und Einzelhandel zu ihrer Wirtschaftslage befragt. Die Unternehmen geben ihren Firmenstatus dann mit “gut”, “befriedigend” oder “schlecht” an. Gleiches geschieht mit den Erwartungen der Unternehmen. Auf dem Basisjahr 2000 aufbauend, wird der Index gebildet. Helfen Sie den ifo Geschäftsklimaindex mit zu gestalten.Den Rest des Beitrags lesen »
Auf einer Podiumsdiskussion am 17. März in Frankfurt am Main sprach der Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann folgende, mittlerweile viel zitierte Worte: „Ich glaube hier nicht allein an die Selbstheilungskräfte der Märkte“.
Die ‘Selbstheilungskräfte’ des Finanzmarktes versagen scheinbar in den USA, in England und schließlich auch in Deutschland. Banken verlieren das Vertrauen von Investoren und vielleicht auch bald das ihrer Privatkunden. Steuergelder sind nun gefragt. Sie sollen die Launen der Märkte zähmen.
Zum einen ist es ein Armutszeugnis für die Bankenwelt, wenn diese auf staatliche Hilfe angewiesen ist. Zum anderen bedeuten staatliche Rettungsmaßnahmen von Banken ein Freifahrtschein für risikoreiche Spekulationen, deren Verantwortung keine Bank übernehmen kann.
Für DNA ist es völlig natürlich, dass Herr Ackermann in dieser Situation das Geld der Steuerzahler braucht. Wenn Selbstheilungskräfte versagen, hilft nur das Geld anderer. Das ist doch eine alte Bankenweisheit. Ein DNA-Manager ging den Problemen mit den Selbstheilungskräften nach:
Im 21. Jahrhundert werden gesellschaftliche Ereignisse vorwiegend ökonomisch bewertet. DNA hält Wirtschaft lediglich für ein Mittel zum Zweck. Die Frage darf nicht lauten: Was können wir mit dem Budget in Bildung erreichen, sondern wie erreichen wir unsere Ziele in der Bildung. Das ist eine Frage der Einstellung. DNA hilft den Mut für diese Einstellung aufzubringen. Geld muss arbeiten, nicht für sich, sondern für die Menschen. Wer nicht weiß, was er mit seinem Geld erreichen möchte, benötigt kein Geld.
In den USA streiten sich Anhänger von Joseph Stieglitz mit Anhängern der Regierung, welchen Zusammenhang es zwischen den Problemen der US-Wirtschaft und den Kosten des Irak Krieges gibt. Wer beweisen kann, dass der Krieg unnötige Kosten verursacht hat, hat bewiesen, dass der Krieg unnötig war.
In Deutschland sind die Wirtschaftsprognosen von Umfrageinstituten die Indikatoren für die Stimmung der Nation. Im Alltag fallen immer wieder Sätze wie: „es mag ja einen Aufschwung geben, aber in meiner Tasche kommt er nicht an…“, oder „Ich weiß, dass nicht alles läuft, wie es sollte, aber ich muss ja meinen Lebensunterhalt verdienen…“