Oktober 23, 2009 von dieneuearroganz
„In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.“ (André Malraux)
Diese Tage tagen In Berlin die Tagenden zum Thema: Wie finanziere ich eine bankrotte Gesellschaft, ohne diejenigen zur Verantwortung zu ziehen, die vom Bankrott profitierten oder ihn verursachten? Eine Lösung könnte lauten: Sondervermögen in Schattenhaushalten zur Finanzierung der Sozialversicherungen. Die Rechtfertigung: „Das ist natürlich nicht unüblich, haben wir schon zur Bankerrettung und zur Wiedervereinigung gemacht.“
„Über diese Nebenhaushalte werden Kredite aufgenommen, ohne dass die Beträge im Bundesetat in Erscheinung treten. Auch wenn der Bundestag über den Haushalt debattiert, bleiben die Sondertöpfe „im Schatten“.“(Quelle) Den Rest des Beitrags lesen »
Schlagworte: CDU, FDP, Politik, Schattenhaushalt, Schulden, Sondervermoegen, Wirtschaft
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Oktober 19, 2009 von dieneuearroganz
Elinor Ostrom erhielt als erste Frau den Wirtschaftsnobelpreis über ihre Arbeit zu gemeinschaftlichem Eigentum (common property). Das Problem ist hinlänglich bekannt: Übernutzung von öffentlichen Ressourcen, zu denen viele Parteien Zugang haben. Wirtschaftsliberale fordern an dieser Stelle Privatisierung, weil sie spirituell glauben, dass eine, nach Profiterzielung organisierte, Ressource am nachhaltigsten verwaltet ist.
Frau Ostrom hingegen denkt. Sie hebt beispielsweise in ihrer Arbeit die Funktionalität der gemeinschaftlichen Verwaltung von Ressourcen gegenüber zentralem und privatem Eigentum am Beispiel der Graslandnutzung in China, Russland und der Mongolei hervor. In den Informationen zur Preisvergabe heißt es: Den Rest des Beitrags lesen »
Schlagworte: Eigentum, Ostrom, Privatisierung, Wirtschaft, Wirtschaftsnobelpreis
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Oktober 1, 2009 von dieneuearroganz
Das Bruttonationalglück liefert bereits eine alternative Beschreibung des Verhältnisses zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Endlich wurde Zufriedenheit messbar. Aber viele andere gesellschaftliche Zustände bleiben weiterhin Grauzonen. Und das obwohl sie weder klein noch unbedeutend sind. Die grösste Grauzone heißt Korruption.
Hier herrscht ein nicht hinzunehmender Mangel am Verständnis sozialer Phänomene, welches die BürgerInnen; nicht schwarz auf weiß nachvollziehen können. Nur ein nomineller Wert und eine klar definierte Einheit erlaubt es in einer Wissensgesellschaft klare Kalkulationen vorzunehmen. Was rechnet sich und was nicht?
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Schlagworte: Autoindustrie, gelb, Kapitalismus, Korruption, Marktswirtschaft, schwarz, Wirtschaft
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Dezember 3, 2008 von dieneuearroganz
Vor wenigen Tagen wurde der Anthropologe Claude-Lévi Strauss 100 Jahre alt (Süddeutsche). In seinem wohl bekanntesten Buch, diagnostiziert er der westlichen, vermeintlich rationalen Gesellschaften eine Mangelerscheinung. Der selbsternannten Krönung der Zivilisation fehlt es an einem bewussten Umgang mit Magie und Kult. Dabei mangelt es der euro-amerikanischen Welt nicht an Glauben, Mythen und Kulten.
Beispielsweise glauben die Kultfiguren der Wirtschaft an endloses Wachstum und Selbstheilungskräfte der Märkte. Spekulanten kaufen und verkaufen Dinge, die sie nie selber in ihren Händen halten werden mit Geld, welches ihnen nicht gehört. Dann geben sie viel Geld für Orakeldienstleistungen aus, die Prognosen über die Preisentwicklung von diesen „wertvollen Papieren“ geben. Geld ist zum wichtigsten Symbol unserer Gesellschaft geworden und nur die wenigsten wissen, woher es eigentlich kommt. Hohepriester der Wirtschaft führen Ritualveranstaltungen durch, die den Volksgeist beschwören, die den Teilnehmen des großen Produktions- und Konsumtionsreigenz wieder Vertrauen in selbigen einflössen soll. Es ist viel Magie im Spiel, in unserer rationalen Zeit. Wieso sollte es der Finanzwelt also an Magie und Kult fehlten?
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Schlagworte: Anthropologie, Boerse, Claude-Lévi Strauss, Ethnologie, Finanzkrise, Glaube, Irrationalitaet, Krise, Kultur, Ritual, Wirtschaft, Wirtschaftskrise
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November 23, 2008 von dieneuearroganz
Womit hat die Autoindustrie, besser bekannt als das “Flaggschiff deutscher Ingenieurkunst”, “das Herz der deutschen Wirtschaft” oder das “Musterbeispiel für Erfolgsmanagement” diese Krise verdient? An zu geringen Managergehältern und damit fehlender Motivation in der Chefetage kann es nicht liegen. Auch hat das Auto seinen Reiz als Fetischobjekt, Konsumware und „liebstes Kind der Deutschen“ nicht verloren.
Dennoch bettelt die Autoindustrie um Hilfe, Verständnis, Beistand und Vertrauen. Die gängige Erklärung für die Automobilkrise lautet unzulässig verkürzt wie folgt: wegen der US- Immobilienkrise kam es zu einer weltweiten Finanzkrise, sie sich auf die Realwirtschaft auswirkt. Ursache der Immobilienkrise war eine „Blase“, weil Menschen auf Kredit über ihre Verhältnisse lebten. DNA sieht auch die Krise der Autobranche als das Zerplatzen einer Blase: die Blase des Gigantismuses und der Ingenieurkultur. Den Rest des Beitrags lesen »
Schlagworte: Arbeitslose, Auto, Autoindustrie, Automobilkrise, Finanzkrise, Manager, Managergehaelter, Opel, Wirtschaftskrise
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November 12, 2008 von dieneuearroganz
Der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas, macht in einem Interview darauf aufmerksam, dass nicht Spekulanten, sondern die Politik für die Blasenbildung in der Finanzwirtschaft verantwortlich sei. Spekulanten bewegten sich im Rahmen, der von der Politik geschaffenen Gesetzte, während sich die Bundesregierung gegenwärtig als Zähmerin der Finanzwelt präsentiert. Es dürfe nicht vergessen werden, dass sie bis zum Ausbruch der Finanzkrise eine Liberalisierung der Märkte anstrebte. „Die Politik macht sich lächerlich, wenn sie moralisiert“ (Quelle)
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Schlagworte: Wirtschaft, Wirtschaftskrise, Finanzkrise, Manager, Jürgen Habermas, Managergehälter, Geisteswissenschaft, Politik, Bundesregierung
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November 12, 2008 von dieneuearroganz
Am 15. November wird in Washington D.C. ein „Weltfinanzgipfel“ abgehalten. „Toxic Waste“ heißt der Grund für das Treffen. Dabei handelt es sich sich nicht um Umweltgifte. Umweltschutz ist kein Thema, welches die hohe Politik zu einem Sondergipfel bewegen kann. Waldsterben, Artensterben, Luftverschmutzung und der Zustand der Weltmeere können warten. „Giftmüll“ im Finanzsystem hat Priorität.
Was darf vom großen Bruder des G8 erwartet werden? Eine zügige Restaurierung des Finanzsystems und das Versäumen darüber nachzudenken, wozu ein Wirtschaftssystem nötig ist. Entwicklungsländern ist es demokratisch erlaubt eine passive Zuschauerrolle einzunehmen. Daher wird das oberste Ziel sein, das das Finanzsystem zu Gunsten aller zu stabilisieren (die von dessen Umverteilungen profitieren).
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Schlagworte: Bush, Finanzkrise, Finanzmarktregulierung, G20, IWF, Rezession, USA, Weltfinanzgipfel, Weltfinanzordnung
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November 5, 2008 von dieneuearroganz
Wie angekündigt stellt DNA mit diesem Artikel eine alternative Ermittlung von „Wirtschaftswachstum“ vor. Wenn Wirtschaftswachstum lediglich anhand der Erwirtschaftung von Gewinnen und Produkten gemessen wird, ist das eine sehr anspruchslose und materialistische Art und Weise, wie letztendlich Fortschritt gemessen werden kann.
DNA hat erkannt, was Politik und Wirtschaft sichtlich schwer fällt, nämlich, dass zu Entwicklung, Wachstum oder Fortschritt auch Umwelt, Gesundheit, Kultur und Bildung gehören. Ansonsten kann eine Volkswirtschaft, die allein auf der Ausbeutung von Rohstoffen zu Lasten von Luft-, Boden-, und Wasserqualität als wirtschaftlich erfolgreich gelten, obwohl sie sowohl für Menschen, als auch für die Natur überaus feindlich ist und keine geistige Entwicklung vollzieht. Wenn kulturelle Entwicklung hinter materieller zurückbleibt, sprechen Kritiker von geistiger Verarmung. Die Folge ist, dass der materielle Wohlstand wächst, allerdings ohne geistige Qualitäten. Ein Beispiel dafür ist das deutsche Fernsehen, dessen „Inhalte“ auch mit wesentlich weniger technischem Aufwand, umgesetzt werden können. Soviel zur Kritik. Die Alternative heißt, wertorientiertes Wachstum, oder gesellschaftliches Wachstum. Ein Land, welches diese Idee praktisch anwendet ist Bhutan. Dort wird das Bruttonationalglück als alternative zum Bruttonationalprodukt ermittelt Den Rest des Beitrags lesen »
Schlagworte: Ökonomie, Bhutan, Bruttosozialglueck, Bruttosozialprodukt, Entwicklung, Wirtschaft, Wirtschaftswachstum
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November 3, 2008 von dieneuearroganz
Mit sofortiger Wirkung ernennt DNA Mr. Monty „Moneymaker“ Monk (Foto) zum wissenschaftlichen Leiter des Neuarroganten Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft (NAIWG). Die Fachwelt hat diesen Schritt mit Begeisterung aufgefasst.

Mr. Monty Monk: “Monkey makes business go around as long we trust in dept” (©DNA)
Von seinen langjährigen internationalen Erfahrung im Portfoliomanagement im großen Stil und seinem interdisziplinären Anspruch an die Wirtschaft wird das NAIWG langfristig profitieren.
Mr. Monty Monk ist der Bruder des bekannt gewordenen Animalökonomen Adam Monk, der mit seiner revolutionären Anlagestrategie die Fachwelt beeindruckt und nicht zuletzt überaus erfolgreich die Dogmen angeblich allwissender Marktpropheten nachhaltig in Frage stellt.
Zudem ist Mr. Monk der erste einer noch folgenden Generation von Ökonom_Innen, der den gesamten Ausbildungszyklus des Neuarroganten Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich abgeschlossen hat. Dies qualifiziert ihn wie keinen anderen eine Leadership-Position im Kampf gegen das sinkende Schiff der Weltwirtschaft einzunehmen. Mr. Monty Monk steht für eine fundierte, marktorientierte Wirtschaft und ist ein Pionier des neuarroganten Wirtschaftens.
DNA
Schlagworte: Finanzkrise, ifo Institut ifo, Manager, Prof. Sinn, Sinn, Wirtschaft, Wirtschaftskrise, Wirtschaftswachstum
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Oktober 31, 2008 von dieneuearroganz
Wirtschaftliche Erfolge sind eine Sache der Definition. Ein Unternehmen (respektive eine Volkswirtschaft) kann wirtschaftlich überaus erfolgreich sein, wenn es lediglich die Gewinne durch zum Beispiel Raubbau an der Natur steigert und die Kosten beispielsweise durch Lohnkürzungen senkt. Wachstum findet dabei nicht statt.
Wirtschaftswachstum muss zielorientiert und auf Werte bezogen gemessen werden und nicht lediglich als abstrakte monetäre Größe. Wenn sich Unternehmen zu stark von einem Wachstumszwang abhängig machen, und das macht auch der Staat, ist es absehbar, dass reziprokes Wachstum nicht nachhaltig ist.
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Schlagworte: Finanzkrise, ifo Institut ifo, Manager, Prof. Sinn, Sinn, Wirtschaft, Wirtschaftskrise, Wirtschaftswachstum
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