DNA gründet das ‘Neuarrogante Institut für Wirtschaft und Gesellschaft’

DNA gründet zum 1. Mai 2008 das Neuarrogante Institut für Wirtschaft und Gesellschaft (NAIWG), und erklärt alle daran beteiligten zu Experten für subalterne Subsistenzwirtschaft.

Die altunterlegene Rolle der nicht-Leistungsträger und underperformer in der Gesellschaft ist im Diskurs der Wirtschaftselite nicht vertreten. Das NAIWG wird das ändern. Mit unreflektierter Selbstverständlichkeit wird das Institut Richtlinien für wirtschaftspolitische Entscheidungen veröffentlichen, die der Perspektive der Menschen entsprechen, die mit ihrem Beruf noch etwas anders verbindet, als die Notwendigkeit zum Geld verdienen. Das NAIWG wird Beiträge zum Thema Wirtschaft leisten, die den Diskurs um Wachstum, Konjunktur und Wettbewerb auf die Dinge zurückführen, um die es eigentlich geht. Menschen Wirtschaften um ihre technischen, ökologischen und sozialen Ansprüche umsetzen zu können und nicht, um davon weit entfernte Gewinnerwartungen zu erfüllen.

Die Methoden der Wissensgenerierung des NAIWG sind angelehnt an das Selbstverständnis der DNA. Das NAIWG wird kulturelle, ökonomische, soziale und ökologische Ansprüche vertreten, die andere Wirtschaftsexperten sich nicht leisten können. Diesen Instituten fehlt der Mut, sich von konstruierten Prinzipien zu lösen, die ‘Markt’ oder ‘Wettbewerb’ genannt werden. Prognosen und Berechnungen des Wirtschaftswachstums sind zu universalen Grundlagen für politische und wirtschaftliche Entscheidungen geworden. Zur Unterstützung unserer Prognosen, haben wir, ähnlich, wie das ifo-Institut eine Analysemethode entworfen, die sowohl den kulturellen und sozialen Zustand der Gesellschaft erfassen kann, als auch eine Prognose darüber ermöglicht: die Glaskugel. NAIWG glaubt, wie es im Bereich Wirtschaftspolitik erwartet wird, primär an sich selbst. Die Wirtschaftselite glaubt an Märkte, während das NAIWG zum Beispiel daran glaubt, dass es nur eine Natur gibt, und diese geschützt werden muss, unabhängig davon wer an ihr wie viel verdienen kann. Alles andere ist Haltungslos. Diese Einstellung erfordert natürlich mehr Courage, als Umweltzerstörung oder die Vernachlässigung von Kultur und Bildung mit Gewinn-Argumenten zu rechtfertigen.

Die Ansprüche, die NAIWG an die Gesellschaft stellt sind ähnlich idealistisch wie die Vorstellung eine Gesellschaft auf Basis von ‘unsichtbaren Händen’ organisieren zu wollen, oder Menschen bis in ein Alter von 68,5 Jahren arbeiten zu lassen. Die Prognosen und Einschätzungen, die NAIWG abgeben wird, sind in einem ähnlichen Maß utilitaristisch, wie die Prognosen unserer Schwester- und Bruderinstitute:

Köln: IW - Essen: RWI- Halle: IWH- - Kiel: (IfW) - München: Ifo-Institut – Wien: Wifo - Wien: IHS - Zürich: KOF

Monatlich wird das NAIWG Prognosen und Analysen zum Thema Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur abgeben, die die Arbeit der anderen Institute ergänzen. Das NAIWG blickt erwartungsvoll in die Zukunft und erwartet eine entsprechende Kooperation mit anderen Experten für Wirtschaft und Gesellschaft und Arroganz.

DNA

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